Mode und Technik – zwei Welten über die viel geschrieben und geredet wird. Zwei Welten, die nichts miteinander zu tun haben, die nicht zusammenpassen? Im Gegenteil Mode und Technik nähern sich immer weiter an und werden in verschiedenen Projekten verknüpft.
Am einfachsten lässt sich der Einfluss der Mode auf die Technik bei Gegenständen des täglichen Bedarfs erkennen. Gestylte Telefoncover, Kaffeeautomaten oder trendige Stereoanlagen sind jedermann bekannt. Nicht zu vergessen ist der Designereinfluss auf die Gestaltung der elektrischen Zigaretten, der Dampforakel. Auch bei ihnen tragen Form und Aussehen nehmen dem eigentlichen Verwendungszweck entscheidend zum Verkaufserfolg bei. Selbst Autohersteller lassen ihre Modelle neuerdings von Mode- und Industriedesigner in die richtige Form bringen. Fast jeder bekannte Modezar hat sich schon einmal an einem technischen Produkt versucht.
Doch das Zusammenspiel von Mode und Technik geht noch viel weiter. Mittlerweile gibt es Kleider, die Schadenstoffe erkennen, Hüte und Mützen, die den Kauvorgang eines Menschen analysieren und Öko-Kostüme aus Holz. Dies mag zwar alles kurios sein, aber vielleicht ein neuer Modetrend der Zukunft. Die 2nd Skin Fashion Show in San Fransisco ist die erste Messe weltweit, die sich auf das Zusammenspiel von Mode und Technik spezialisiert hat.
Im Bereich der Kleidung sind die Entwicklungen am weitesten Fortgeschritten. High-Tech Jacken, in denen Telefone und MP3-Player integriert sind oder Pullover, die WLAN-Netze finden, werden, wenn auch noch sehr teuer, bereits verkauft.
Die Verbindung zwischen Mode und Technik ist sicherlich nicht nur ein Spaßfaktor, sondern kann in Zukunft wichtige Funktionen erfüllen. Eine intelligente Kleidung, die mit High-Tech ausgestattet ist, kann beispielsweise lebenswichtige Funktionen bei kranken und alten Menschen überwachen. Einige Rettungssanitär und Notärzte sind bereits mit heute mit intelligenter Kleidung unterwegs. In deren Jacken sind Digicam, Touchscreen, Minicomputer und Mikrofon integriert.
Dieser Artikel ist gleichzeitig für Männer, aber auch Frauen interessant, denn in dieser Hinsicht sind beide Geschlechter ähnlich.